Was ist die Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit?

In einer dezentralen, partizipativen Visionsbildung mit über 50 selbstorganisierten Initiativen haben wir uns auf ein Experiment eingelassen. Daraus entstand als Zusammenschluss unterschiedlicher Initiativen die Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit. Wir verstehen uns als Motor, um die Hannoversche Stadtgesellschaft nachhaltig zu ermutigen, ihren direkten Lebensraum mitzugestalten. Dabei unterstützen wir bereits aktivierte Initiativen dabei, ihre Arbeit effektiver zu werden zu lassen.

Ein gemeinwohlorientierter Zusammenschluss

Als Zusammenschluss stadtgestaltender Initiativen in Hannover gründen wir die 'Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit'. Sie übernimmt die überschneidenden Aufgabenbereiche, die einzelne Initiativen im Kleinen nicht leisten können. In diesen Handlungsfeldern testen und entwickeln wir Zukunftsmodelle zur Förderung von Gemeinwohl-orientierter Stadtentwicklung, Zugängen zu Gemeingut und Self-Governance-Strukturen.

Unser Reallabor ist kein Quartier im herkömmlichen Sinne, sondern setzt sich aus den gemeinsamen physischen und sozialräumlichen Handlungsfeldern der Partnerinitiativen zusammen.

Stadträumlich umfasst das Quartier Bereiche der Stadtteile Linden, Limmer und der Nordstadt mit insgesamt knapp 50.000 Einwohnern. Es setzt sich zusammen aus einer Mischung von Gründerzeitbebauung mit reichem Sozialraum und heterogenen Gewerbegebieten - wie dem Lindener Hafen und den Gleisflächen zwischen den Stadtteilen Nordstadt und Vahrenwald - mit Leerstand und der Frage nach zukünftigen Nutzungskonzepten.

Die Entwicklungsorte für unser Reallabor entstehen an der Schnittstelle von verfügbarem Ausweichraum und den Arbeitsorten und Bedarfen der Partnerinitiativen.

Den Erfolg der 'Gesellschaft' sehen wir stark verknüpft mit einer kritischen Masse an Initiativen, die zwar in sich unterschiedlich sind, aber gemeinsam den Prozess tragen, mitbestimmen und befeuern.